Vata, Pitta oder Kapha – welcher Ayurveda-Typ bin ich? Dies ist die erste Frage, die wir uns stellen, wenn wir beginnen, uns mit dem Ayurveda auseinanderzusetzen. Doch warum spielt das Wissen um die individuelle Konstitution – den Dosha-Typ – eine solch große Rolle im Ayurveda und wie verhilft mir dieses, ein gesünderes und glücklicheres Leben zu führen? Das und mehr erfahren Sie in diesem Beitrag.

Das erfahren Sie in diesem Beitrag:

Was bedeutet Dosha und was sind Vata, Pitta und Kapha?

Das Herzstück des Ayurveda und Zentrum der ayurvedischen Lehre bildet die Bestimmung der individuellen Konstitution (Prakriti). Prakriti bedeutet übersetzt „Natur“ und umfasst körperliche und geistige Merkmale des Individuums. Die körperliche Konstitution eines jeden Menschen setzt sich in unterschiedlicher Gewichtung aus den drei Dosha-Typen Vata, Pitta und Kapha zusammensetzt.

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Der Mensch gilt im Ayurveda dabei als Mikrokosmos der Welt. Alle fünf Elemente, die ayurvedisch gesehen in der Natur vorkommen – und das sind Raum (oder Äther), Feuer, Wasser, Luft und Erde – finden sich auch im Menschen wieder. Und sie verbinden uns mit der Welt. Da in jedem Menschen bei seiner Geburt die Elemente unterschiedlich stark ausgeprägt sind, geht die ayurvedische Medizin von einer großen menschlichen Individualität aus.

Vata ist das, was lebendig macht. Es ist der Beweger in allem. Der Wind, in der Natur und die Energie, die uns gehen, laufen oder tanzen lässt. Vata ist trocken, leicht, rau und kalt. Pitta dagegen liefert die Energie, die verwandelt und ist das Feuer in uns, das für einen scharfen Verstand und einen starken Metabolismus sorgt. Feuer ist heiß, leicht, etwas ölig und wir müssen aufpassen, dass es nicht überlodert. Kapha ist die uns umgebende Erde und alles, was in uns für Festigkeit und Stabilität sorgt. Kapha ist feucht, kühlend und schwer.

Diese drei Doshas finden sich somit nicht nur in der Natur, sondern auch in unserem Körper – in jedem Gewebe und jeder einzelnen Zelle. Damit wir gesund und glücklich sind, ist es wichtig, dass die drei Doshas in einem Gleichgewichtszustand sind. Ist dies nicht der Fall, entwickeln sich gesundheitliche Störungen. Aus diesem Grund spielt das Wissen um die eigene Konstitution im Ayurveda im Rahmen gesundheitlicher Prävention und Therapie eine entscheidende Rolle.

Ihr ayurvedischer Konstitutionstyp ist Ihre einzigartige, individuelle Genetik. Wenn Sie Ihren Dosha-Typ kennen und verstehen, können Sie Ihr Leben auf allen Ebenen so ausrichten, dass Sie nachhaltig gesund, glücklich und erfolgreich sind.

So erkennen Sie Ihren Dosha Typ

Manche Menschen sind reine Vata-, Pitta oder Kapha-Typen, andere haben eine der Mischkonstitutionen Vata-Pitta, Vata-Kapha oder Pitta-Kapha. Bei dem zuerst genannten Dosha handelt es sich immer um das dominantere. Es gibt aber auch einige wenige Menschen, bei der sich eine gleichmäßige Verteilung aller drei Doshas vorfinden lässt.

Am besten lässt sich Ihre Konstitution – Ihr individueller Wesenskern – in einer ausführlichen Ayurveda Beratung mit einem erfahrenen Ayurveda Therapeuten oder Arzt erforschen. Am besten lässt sich Ihre Konstitution – Ihr individueller Wesenskern – in einer ausführlichen Ayurveda Beratung mit einem erfahrenen Ayurveda Therapeuten oder Arzt erforschen. Ein gewisses theoretisches Grundlagenwissen kann Ihnen jedoch helfen, Ihren Typ besser und tiefer zu verstehen.

Der Vata-Typ

Vata steht im Ayurveda für das Prinzip der Bewegung und Lebensenergie und setzt sich aus den Elementen Luft und Äther zusammen. Der Hauptsitz von Vata liegt im Bereich des Dickdarms. Überall da, wo sich in uns etwas bewegt, ist Vata involviert, wie in den Bewegungsabläufen des Körpers, der Aktivität des Geistes oder der Bewegung des Atems.

Persönlichkeitsmerkmale des Vata Typs:
Vata Typen sind kreativ, freiheitsliebend, spontan und voller Lebensfreude, aber können auch unzuverlässig, unüberlegt und sprunghaft sein. Sie sind wissensdurstig, reisen gerne und am Liebsten immer in Bewegung und unterwegs. In ihrem Wesen sind Vata-Menschen kommunikativ und redselig, offen für Neues und haben viele verschiedene Interessen, die sie am liebsten alle auf einmal ausüben würden. Ist Vata erhöht, neigen sie zu – oft unbegründeten – Ängsten, Erschöpfung, Gedankenkreiseln und Schlafstörungen.

Körperliche Merkmale des Vata Typs:
Vata Menschen haben einen leichten, schmalen und flexiblen Körperbau. Sie frieren schnell, neigen zu trockener Haut und sind allgemein eher von sensibler Natur – so auch ihr Nervensystem, ihre Immunkraft und ihre Verdauung. Kälte und Wind verträgt Vata nicht so gut und wann immer es geht, fliehen sie in wärmere Gefilde. Vata Frauen haben eine eher unregelmäßige, leichte, kurze und teilweise sehr schmerzhafte Menstruation. Vatas haben einen wechselhaften Appetit und Verdauungsstörungen wie Malabsorption und Blähungen sind keine Seltenheit. Weitere typische Krankheitsneigungen sind Zähneknirschen, Tinnitus, Gelenkknacken und Gelenkerkrankungen wie Arthritis oder Arthrose, sowie Herzerkrankungen.

Der Vata-Typ zusammengefasst:

  • Schnelles gehen, immer in Bewegung, geistig wie körperlich
  • Flexibilität in Geist und Körper
  • verträgt rohe und trockene Speisen weniger gut
  • Trockene Schleimhäute, Haut, Haare und Nägel, trockener Darm
  • Knackende Gelenke
  • Schwache Verdauung und Immunsystem
  • Neigung zu Frieren, vor allem kalte Hände und Füße
  • Angstgefühle, Schlafstörung, innere Anspannung
© iStock.com / StefaNikolic

Der Pitta-Typ

Das Pitta Dosha setzt sich aus den Elementen Feuer und Wasser zusammen und bestimmt vor allem den Stoffwechsel, das Hormonsystem und den Wärmehaushalt. Pitta hat seinen Sitz im Magen, Zwölffingerdarm und Dünndarm.

Persönlichkeitsmerkmale des Pitta Typs:
Pitta Menschen sind charismatische, dynamische und leistungsstarke Persönlichkeiten, die die Herausforderung und den Wettkampf lieben. Sie haben einen scharfen Verstand, sind sehr zielorientiert und ehrgeizig, haben ein gutes Durchsetzungsvermögen und perfektionistisch veranlagt. Denselben hohen Anspruch, den sie an sich selber stellen, haben sie auch an andere und sie sind nicht leicht zufrieden zu stellen. Steht der Pitta Typ jedoch unter zu hohem Druck, so äußert sich in dies in aggressivem Verhalten oder Wut.

Körperliche Merkmale des Pitta Typs:
Pitta Menschen haben einen mittleren und eher athletischen Körperbau mit gleichbleibendem Gewicht. Ihr starker Stoffwechsel sorgt dafür, dass sie großen Appetit und Durst haben. Mahlzeiten zu überspringen, vertragen sie gar nicht gut und werden dann schnell „hangry“. Da das feurige Pitta für Hitze, Schärfe und Säure sorgt, neigen Pittas zu Hautproblemen, Übersäuerung und Entzündungen. Das Feuer führt auch dazu, dass Pitta Typen oft schnell und stark schwitzen und eher kühlere Gefilde bevorzugen. Weibliche Pittas neigen zu starker, langer, aber regelmäßiger Menstruation.

Der Pitta-Typ zusammengefasst:

  • körperlich und geistig leistungsstark
  • starkes Verdauungsfeuer, starker Appetit und Durst
  • verträgt fettige Speisen oft nicht gut
  • Neigung zu Durchfall
  • ölige Haut und Neigung zu Hautproblemen und Ausschlag
  • feuriges Gemüt sorgt für frühzeitiges Ergrauen und Haarausfall
  • liebt die sportliche Herausforderung und den Wettkamp

Der Kapha-Typ

Kapha setzt sich aus den Elementen Wasser und Erde zusammen und steht im Organismus für alles, was Stabilität, Struktur und Feuchtigkeit verleiht. Es hat seinen Sitz im oberen Teil des Magens und in der Brust.

Persönlichkeitsmerkmale des Kapha Typs:
Kapha-Typen sind besonnene, beständige und liebevolle Menschen mit einem guten Langzeitgedächtnis. Sie sind loyal, mitfühlend und diplomatisch. Auch wenn sie manchmal etwas schwerfällig wirken, so haben sie eine hervorragende Ausdauer und Geduld und erreichen auch langfristige Ziele erfolgreich. Kaphas haben einen sehr guten Schlaf und schlafen gerne und viel. Ist Kapha jedoch überhöht, kann sich dies in Form von Gier, Anhaftung und Trägheit äußern.

Körperliche Merkmale des Kapha Typs:
Kapha Typen haben einen kräftigen und starken Körper, große Augen, geschmeidige, blasse Haut und seidige Haare. Sie haben regelmäßig Appetit, essen sehr gerne und sind wahre Genießer. Besonders bei Süßspeisen können sie nur schwer Nein sagen. Aufgrund ihres langsamen Stoffwechsels nehmen sie jedoch relativ leicht Gewicht zu und neigen bei erhöhtem Kapha zu Übergewicht. Kapha Typen sind mit einem guten Immunsystem gesegnet und erfreuen sich langer Gesundheit und Langlebigkeit. Typische Störungen sind Sinusitis, Bronchitis, Wasseransammlung, Übergewicht und Diabetes.

Der Kapha-Typ zusammengefasst:

  • ruhiges, sanftes und liebevolles Gemüt
  • Tendenz zur Gewichtszunahme
  • große und stabile Knochen
  • starker Körper, starkes Immunsystem
  • Langsame Verdauung, Neigung zu Verstopfung
  • guter Schlaf
  • kalte und weiche, ölige Haut, fettige Haare
  • neigt zu Verschleimung im Kopf- und Brustbereich
  • legt großen Stellenwert auf Partnerschaft und Familie

Der Vata-Pitta-Typ

Sind die beiden Doshas Vata und Pitta dominant, sprechen wir von einer Vata Pitta oder Pitta Vata Konstitution. Hier treffen die Lebendigkeit und Lebensenergie von Vata auf die starke Dynamik und den Ehrgeiz und die Intelligenz von Pitta – eine explosive Mischung! Vata Pitta Typen sind schlank, sportlich und kraftvoll und haben einen guten Appetit. Die Vata bedingte empfindliche Verdauung sorgt jedoch dafür, dass sie größere Mengen nur schwer verdauen können und oft unter Verdauungsstörungen leiden. Bei Stress können sich Nervosität und Unruhe mit Wut und Reizbarkeit abwechseln.

Der Pitta-Kapha-Typ

In der Pitta Kapha Konstitution paaren sich der Ehrgeiz und die Aktivität von Pitta mit der Ruhe, Ausdauer und Beständigkeit von Kapha. Eine wahre Power-Kombination, die Erfolg und starkes Engagement verspricht. Unermüdlich, beharrlich und kraftvoll verfolgen sie ihre Ziele und erreichen diese auch. In Pitta Kapha Typen wird der schwere Körperbau durch den starken Stoffwechsel von Pitta ausgeglichen und sie erfreuen sich an einem starken Appetit und guten Immunsystem, das sie gesund und alt werden lässt.

Der Vata-Kapha-Typ

Vata Kapha Menschen sind sensible, kreative und emotionale Persönlichkeiten. Gemeinsam ist Vata und Kapha die kalte Eigenschaft, weshalb der Vata Kapha Typ jede Menge Wärme und liebevolle Zuneigung benötigt. Körperlich neigen Vata Kapha Typen zu Verdauungsbeschwerden wie Verstopfung und Malabsorption sowie zu Erkältungen oder Blasenentzündungen.

Der Tridosha-Typ

Wenn alle Doshas in einer fast gleichen Ausprägung vorhanden ist, springt man von einem Tridosha-Typ. Diese Kombination trifft jedoch nur auf wenige zu. Sie haben ein natürliches Gleichgewicht in Körper und Geist, ein normales Verdauungssystem, eine gesunde Haut und eine starke Immunkraft. Sie sind weder besonders empfindlich gegenüber Hitze oder Kälte oder andere besonders markante Konstitutionseigenschaften. Tridosha Typen sind charismatisch, kreativ und zielstrebig, aber gelassen und geerdet

Der Ayurveda Dosha-Test: Vata, Pitta oder Kapha?

Mit dem folgenden Test können Sie Ihr aktuell am stärksten ausgeprägtes Dosha herausfinden. Ob Sie diese Dosha-Dominanz schon von Geburt an besitzen oder im Laufe des Lebens erworben haben, kann ein Test nicht ermitteln – dies ist für die Behandlung des angehäuften Doshas jedoch auch nicht notwendig. Das Ergebnis des Tests kann jedoch nicht die Anamnese eines Ayurveda Therapeuten oder Arztes ersetzen und für eine ausführliche Diagnose empfiehlt es sich, einen Experten aufzusuchen.

Was sagt mein Dosha Typ über mich aus?

Auch wenn es auf den ersten Blick so erscheint, aber bei der ayurvedischen Konstitutionsbestimmung geht es nicht um Stereotypisierung. Ziel ist es vielmehr der Individualität eines jeden Menschen voll und ganz gerecht zu werden. Und dies ist nur möglich, wenn wir Unterschiede im Stoffwechsel, körperliche Besonderheiten oder mentale Zustände in der Behandlung einer Störung berücksichtigen. Kein Mensch gleicht dem anderen. Ein Dosha Test kann einen ersten Eindruck verschaffen – um die genaue Verteilung und den Ausdruck der Doshas zu erkennen, benötigt es jedoch immer eine Ayurveda Beratung bei einem erfahrenen Therapeuten.

Wenn Sie Ihre Konstitution bzw. Störung aber kennen, dann ist dies der Schlüssel zur Balance. Auf diese wird Ihre Ernährung, Ihr Tages- und Nachtrhythmus, Bewegungsform und Ihre gesamte Lebensweise abgestimmt. Sie können dann direkt beginnen, Ihre Konstitution im Gleichgewicht zu halten.

Konstitutionsstörungen rechtzeitig erkennen

Jeder von uns ist mit einer ganz individuellen Zusammensetzung der drei Doshas Vata, Pitta und Kapha zur Welt gekommen, die für uns die bestmögliche Komposition darstellt und uns gesund und glücklich hält. In diesen Zustand versuchen wir immer wieder zurück zu kehren. Diese Zusammenstellung ist jedoch nicht statisch, sondern verändert sich kontinuierlich, in jeder Minute, mit jeder Tages- und Jahreszeit. Unsere Lebensweise, die soziale und kulturelle Prägung, die Art unserer Ernährung oder auch das Wetter und Klima können z. B. dafür sorgen, dass sich bestimmte Doshas in uns erhöhen oder andere senken. Das ist vollkommen normal und natürlich. Wenn wir jedoch ein Leben im Einklang mit unseren konstitutionell bedingten Bedürfnissen, eingebettet in die Rhythmen der Natur führen, dann gleichen sich diese Veränderungen immer wieder aus.

Achten wir jedoch nicht wachsam auf unsere Bedürfnisse – die natürliche Lust auf wärmende Speisen im Winter, den schattigen Platz, den wir in der Mittagshitze aufsuchen oder die Ruhephasen, nach denen wir uns regelmäßig sehnen – so kann es sein, dass wir uns immer mehr von unserem natürlichen Grundzustand entfernen und sich bestimmte Doshas in uns immer weiter anhäufen. Sie können sich das bildlich wie ein Fass vorstellen, das immer voller wird, bis es überläuft und dann Probleme bereitet. Ziel ist es dann, das angehäufte Doshas wieder zu senken, damit wir frei von gesundheitlichen Störungen leben können.

Vata-Störung

Vata ist der sensibelste und krankheitsanfälligste Dosha Typ. Wenn die Welt um und in uns trubelig wird, der Herbst mit seinen windigen Stürmen naht, die stressige Phase im Job länger anhält als erwartet oder wir uns permanent von trockenen, fettarmen und kalten Speisen ernähren, kann eine Vata-Störung entstehen. Bei einer Vata Störung häuft sich Vata in uns in Form von Trockenheit, Leichtigkeit, Kälte oder Bewegung so stark an, dass sich bestimmte Gewebe oder Körperfunktionen verändern. Wir fühlen uns ängstlich und haben Selbstzweifel, unser Schlaf wird unruhig, wir leiden an Blähungen, bekommen trockene Haut und Schleimhäute und fühlen uns immer weniger geerdet und mit uns selbst verbunden. Lang anhaltende Vata Störungen können u. a. zu gesundheitlichen Problemen wie degenerative Arthritis, Amenorrhoe oder Dysmennorrhoe, Osteoporose oder auch Herzerkrankungen führen.

Pitta-Störung

Pitta Störungen entstehen vor allem durch ein Zuviel an Hitze und Säure – sowohl körperlich, als auch geistig. Ärger und Druck auf der Arbeit, ständig hitzige Diskussionen mit dem Partner, der regelmäßige Verzehr von fettigen, scharfen und sauren Speisen und Genuss von Fleisch und Alkohol oder zu häufige Sonnenbäder erhöhen Pitta in uns. Wir merken dies daran, dass wir leichter aus der Reserve zu locken sind und schnell gereizt reagieren, an Sodbrennen, Hautproblemen, kleinen Entzündungen oder übermäßig starker Menstruation leiden. Lang anhaltende Pitta Störungen können u. a. zu Entzündungen im Magen- und Darmtrakt, entzündlichen Gelenkerkrankungen oder Leberstörungen führen.

Kapha-Störung

Jeder von uns fühlt sich mal antriebslos, schwer und träge oder hat vielleicht mal Phasen, in denen er sich zu wenig bewegt oder vermehrt schwere, fettige oder süße Speisen isst. Halten diese jedoch über einen langen Zeitraum an, erhöht sich Kapha. Wir merken dies daran, dass wir ständig müde sind, Gewicht zunehmen, Schleimbildung in Stirn- und Nebenhöhlen oder Verstopfung und Verdauungsstörungen entstehen oder sich vielleicht Wassereinsammlungen entwickeln. Langfristig können dann u. a. chronische Störungen im Bereich der Bronchien und Atemwegen, Übergewicht oder Diabetes entstehen.

Die besten Tipps für Ihren Ayurveda-Lifestyle

Wenn wir ein Leben führen, das an unseren Dosha-Typ angepasst ist, wir unsere natürlichen Körperbedürfnisse (Hunger, Durst, Schlaf, Urindrang etc.) ernst nehmen und regelmäßig in uns hineinspüren, was uns gut tut und was nicht, dann können wir einen großen Einfluss auf unsere Gesundheit und Wohlbefinden, körperlich wie mental, nehmen. Diese Tipps helfen Ihnen dabei!

VataPittaKapha
Tagesrhythmusmindestens 8 h Schlaf, früh schlafen gehenca. 6-7 Stunden Schlafca. 6 Stunden Schlaf
Ernährungwarme, ölige und nährende Speisen mit den Geschmacksrichtungen süß, sauer und salzigkühlende, nährende Speisen mit den Geschmacksrichtungen süß, bitter und zusammenziehendleichte, warme und anregende Speisen mit den Geschmacksrichtungen bitter, zusammenziehend und scharf
Beispiele für MahlzeitenHaferporridge mit gedünstetem Obst und Zimt; Süßkartoffelcurry mit Reis, KitchariGranola mit frischen Früchten; Kokos-Dhal mit grünem Gemüse; GurkengazpachoScharfer Ingwertee und Chyawanprash; Gemüse-Wok; rotes Kichererbsencurry mit Wildreis
Beispiel für SnacksDatteln mit Mandelbutter gefüllt, süße FrüchteGrüner Smoothie, Wassermelone, Kokosstückchenscharfe Ingwerstäbchen, geröstete scharfe Kichererbsen, Maiswaffel
GewürzeWärmende und anregende Gewürze wie Zimt, Nelken, Kreuzkümmel, Hing/Asafoetida, langer Pfeffer, Ingwer, Koriander, MuskatMilde und kühlende Gewürze wie Süßholz, Kurkuma, Koriander, Minze, Melisse, Estragon, Salbei , langer Pfeffer und SafranScharfe und anregende Gewürze wie Zimt, Knoblauch, Chili, Pfeffer, Kreuzkümmel, Ingwer, Paprika, Lorbeer
GetränkeWarmer Ingwertee, Chai-Tee, süße FruchtsäfteZimmertemperierte oder lauwarme süße und bittere Tees, süße FruchtsäfteScharfe, heiße und anregende Tees, Säfte aus Cranberry, Trauben, Granatapfel oder Pflaumen
Ayurveda-HausapothekeAshwagandha zur Schlafförderung, Brahmi zu Nervenstärkung, Hingvasthaka bei Blähungen, Haritaki zur StuhlentleerungAmalaki als Rasayana, Nimba zur Reinigung, Sariva zur Kühlung, Avipattikara bei SodbrennenKurkuma zur Stoffwechselregulation, Trikatu zur Entschleimung, Ajwain für die Verdauung, Tulsi bei Husten, Vasta bei Atemwegsstörungen
Freizeit-AktivitätenKreative und künstlerische Aktivitäten, Zeit in der Natur, Yin YogaSport, Yoga zum Stressausgleich, Zeit in der NaturAktivierende Sportarten
Yoga-ÜbungenStehende Übungen wie Baum, Trikonasana, die Ruhe und Konzentration fördernSphinx oder unterstützende Schulterbrücke, die kühlen und erdenSonnengruß und dynamische Übungen, die Kapha in Schwung bringen
Massagen & AnwendungenWarme Ölmassagen mit Sesamöl oder mediziniertem Vata-ÖlÖlmassagen mit Kokosöl oder mediziniertem Pitta-ÖlGarshan Trockenmassage oder anregende Ölmassage mit Kapha-Öl
Farbenwärmende und erdende Farbtöne (z.B. gold, weinrot, olivgrün)kühlende und ruhige Farben (z.B. blau, weiß, rosa)warme und kräftige Farben (z.B. orange, rot, pink)
Ätherische Ölez.B. Lavendel, Nelke, Zimt, Basilikum, Galgant, Sandelholzz.B. Rose, Minze, Sandelholz, Vanillez.B. Rosmarin, Kampfer, Lavendel , Eukalyptus