Allen Arten von Asthma bronchiale ist gemein, dass der Kranke die eingeatmete Atemluft beim Ausatmen nur eingeschränkt und unter Schwierigkeiten aus den Bronchien ausstoßen kann. Schon in der Charaka Samhita findet man die noch heute in der Schulmedizin gebräuchliche Klassifizierung des Bronchial-Asthmas:

  • Anstrengungs-Asthma
  • Allergisches Asthma
  • Erbliches oder erworbenes Asthma

Die ersten Ursachen dieses Krankheitsbilds sind nach ayurvedischer Auffassung in einer kombinierten Störung der Doshas Vata und Kapha zu sehen.

Asthma bronchiale aufgrund von Vata-Störungen zeichnet sich durch Atemschwierigkeiten vorwiegend trockener Natur aus und verschlimmert sich durch die oben genannten Faktoren. Anstrengungsasthma verschlimmert sich bei Anstrengungen, insbesondere körperlichen Belastungen.

Vata-Störungen sind übermäßiger Stress, seelischer Druck, körperliche Überanstrengung insbesondere unter Einbeziehung des Atmungstraktes, Überarbeitung und zu geringe Schlafmenge, insbesondere zu wenig Schlaf vor Mitternacht. Vata-Störungen allein machen jedoch noch kein Asthma bronchiale aus. Zusätzlich muss der Verdauungstrakt überlastet worden sein und die daraus resultierenden Stoffwechsel-abbauprodukte (Ama) durch die Überbeanspruchung der Atemwege sich be-sonders im Atemtrakt angesammelt haben. Das erworbene oder erblich bedingte Asthma intensiviert sich durch seelischen Stress sowie durch alle oben genannten Störungen von Vata. Das allergische Asthma entsteht aus den gleichen Gründen, zusätzlich haben sich im Laufe der Zeit im Atemtrakt körpereigene und Umwelt-Toxine angesammelt. Die Ursache der Entstehung von Allergien ist eine Überflutung des Körpers mit Schadstoffen, so dass er nach und nach die natürliche Steuerung und Abwehrlage verliert und auf körperfremde Stoffe mit einer überschießenden Abwehrreaktion reagiert.

Therapiekonzept

Wichtig ist eine Ernährungsumstellung. Der Patient lernt, seine körpereigenen Signale wieder zu beachten, wie Hunger und Sättigung, reduziert Zwischenmahlzeiten und Schwerverdauliches. Diese Maßnahmen können bei einem Großteil der Patienten erste Erleichterungen innerhalb weniger Tage bringen.

Spezifische Ayurveda Präparate

Eine Reihe von Ayurveda-Heilkräuterpräparaten stehen für Asthma bronchiale zur Verfügung. Sie helfen, die Verkrampfung der Bronchien zu lösen, den Schleim zu verflüssigen, das Abhusten zu erleichtern und die Verdauungskraft von Magen und Darm zu fördern.

Im Unterschied zur Schulmedizin entgiftet sich der Körper und nimmt ganz natürlich ein neues Gleichgewicht an, so dass nach und nach eine echte Heilung des Asthma bronchiale erreicht wird.

Neben spezifischen Kräuterpräparaten stehen im Ayurveda sogenannte Rasayanas zur Verfügung. Beispielsweise bindet das Präparat Maharishi Amrit Kalash 1.000 mal mehr freie Radikale als die sonst als Radikalenfänger empfohlenen Vitamine A, E, C und Selen. Denn es aktiviert die körpereigenen Enzymsysteme zur Bindung freier Sauerstoffradikale, statt die Radikale direkt zu binden. Die Entstehung freier Sauerstoffradikale spielt nach jüngsten Erkenntnissen bei der Entstehung und Aufrechterhaltung des Asthma bronchiale eine mitverursachende Rolle.

Panchakarma

Die bekannten Panchakarma Kuren des Ayurveda sind bei der Behandlung von asthmatischen Erkrankungen ausgesprochen erfolgreich. Hierbei wird die systematische Überflutung des Körpers durch Schadstoffe, die zur Entstehung des Asthmas geführt haben, rückgängig gemacht, so dass eine echte Heilung ermöglicht wird. Bei fast allen Patienten beschleunigt diese Sequenz von systematisch aufeinander aufbauenden Reinigungsbehandlung den Therapiefortschritt beeindruckend.

Ergänzende Therapiebausteine

Yoga-Übungen, Atemübungen, Ghandarva-Veda Musiktherapie können je nach Fall die Behandlung ergänzen und den Behandlungsfortschritt beschleunigen. Hervorzuheben ist außerdem die Transzendentale Meditation (TM). Diese gut erforschte Technik der Tiefenentspannung ist auch in der Asthma-Therapie erfolgreich.

Viele körperliche Untersuchungen zeigen, dass sich während der Ausübung der TM die Funktionsweise des Sympatikus allgemein reduziert und die des Parasympatikus sich verstärkt. Dies führt zu einer messbaren Verringerung der Atemfrequenz bei geringerem Sauerstoffverbrauch im Blut und damit automatisch zu einer Entspannung der Bronchien.

Viele psychologische und medizinische Studien dokumentieren die größere Belastbarkeit TM-Meditierender gegenüber äußeren und inneren Stressreizen, was der Intensivierung des Asthma bronchiale unter Stress entgegenwirkt.

Fazit

Der Ayurveda eignet sich für Patienten mit einer hohen Eigenmotivation und einem Mindestmaß an Disziplin-Fähigkeit. Mögliche Behandlungserfolge wie eine Verbesserung des Asthma bronchiale, der Lebensqualität, Leistungsfähigkeit und Vitalität innerhalb der ersten Wochen erleichtern die Mitarbeit. Die Patienten lernen Störfaktoren im Frühstadium zu erkennen und können dadurch Rückfällen eher vorbeugen.


Heft 05 – Das Frühjahr

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