Jeder von uns hat schon erlebt, wieviel Kraft und Trost in einem einzigen Händedruck stecken können – ohne Worte. Im Ayurveda genießen die Hände eine hohe Anerkennung. Über zarte Berührungen und Massagen mit liebenden Händen sprechen wir nicht nur zu unserem Körper, sondern auch zu seiner Seele. Unsere Hände bewahren alle heilenden Geheimnisse und grenzenlose Glückseligkeit, sagt man im Ayurveda.

Jede Hand verfügt über Reflexzonen, die eine Einheit mit den zugehörigen inneren Organen und dem Gehirn bilden.

Spüren Sie die wohltuende Wärme, wenn Sie einige Zeit die Hände aneinanderreiben. Kein anderes Organ ist so empfindsam wie unsere Finger und Fingerspitzen. In ihnen enden die feinstofflichen Kanäle (Meridiane). Hände sind außerdem unsere Visitenkarte. Mehr als das Gesicht, verraten sie das Alter. Deshalb wird im Ayurveda der Handpflege sehr viel Bedeutung beigemessen.

Probieren Sie einmal folgende pflegende Handpackung:

Zitronen-Honig-Handpackung

Zutaten:

2 El fein gemahlene Mandeln • 1 El frisch gepreßter Zitronensaft • 1 El kalt geschleuderter Honig • 1 El Ghee (Butterfett)

Zubereitung:

Alle Zutaten zu einer Paste verrühren und auf die gereinigten Hände auftragen. Zitrone macht die Hände weich und zart. Sie wirkt aufhellend bei Pigmentflecken. Mandelmehl, Honig und Ghee versorgen die zarte Haut der Hände mit Vitaminen, Feuchtigkeit und Fett. Die Hände in Frischhaltefolie einschlagen und mit einem warmen Frotteetuch umwickeln. Die Packung 15 Min. einwirken lassen. Mit warmem Wasser abspülen. Anschließend ein gutes biologisches, gereiftes Öl (evtl. mit Kräutern mediziniert) einmassieren. Um die Haut aufnahmefähiger für die Wirkstoffe zu machen, empfiehlt sich vorher die Reinigung der Hände mit einem Mandelpeeling.

Mandelpeeling

Zutaten:

1 El Mandelmehl • 1 El Sahne

Zubereitung:

Beide Zutaten zu einer Paste verrühren und die Hände damit abreiben. Anschließend die Packung auftragen.

Mudras

Eine Besonderheit im Ayurveda sind spezielle Fingerübungen – im Sanskrit „Mudras“ genannt. Der Daumen steht hier für das kosmische, göttliche; der Zeigefinger für das individuelle, menschliche Bewußtsein. Im Cin Mudra, der sogenannten „meditativen Haltung“, werden diese Finger zusammengeführt, die übrigen bleiben leicht und locker gestreckt. Bei einer entspannten Körperhaltung (Meditationssitz) und bei konzentrierter Atmung können die Mudras noch positiv verstärkt werden. Viele unterschiedliche Mudras sind bekannt – alle mit sehr spezifischer Wirkung. Sie können uns behilflich sein, unser geistig-seelisches Gleichgewicht wiederzufinden und den Energiefluss zu verbessern.


Heft 04 – Essen Sie sich gesund

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