Einige ayurvedische Regeln für Sporttreibende

  1. Regelmäßigkeit: regelmäßig Sport ausüben ist besser, als nur ab und zu seinen Körper zu martern. Der Körper wird stark, ausdauernd, energievoll und flexibel.
  2. Alter: Kinder und Menschen bis 25 Jahren sollten regel­mäßig ausreichend Sport und Bewegung haben. Ab 25 wird es gemäßigter und über 40 sich dann mehr in Richtung gehen, radfahren, schwimmen oder wandern verändern.
  3. Konstitution: schlanke Menschen mit feinen Gliedern (Vata-Typen) moderat aber kontinuierlich. Menschen mit mittlerem bis kräftigen Körperbau (Pitta-Typen) haben ein hohes Energie-Niveau. Sie brauchen mehr Beanspruchung. Von Natur aus etwas korpulente Personen(Kapha-Typen) sind zwar nicht so motiviert, benötigen aber in jedem Fall genug Bewegung, um die Trägheit zu überwinden und den Stoffwechsel und die Verdauungskraft zu aktivieren.
  4. Tageszeit: Morgens zwischen 6 und 10 Uhr ist die beste Zeit. Der Abend ist mehr zum Entspannen und Regenerieren ge­eignet. Abendspaziergänge gehören dazu.
  5. Jahreszeit: Bei Hitze wird Sport entsprechend der Ayurveda-Lehre generell nicht empfohlen. Dies gilt für jegliche Art von Überanstrengung.
  6. Regeneration: Eine ausreichende Regenerationsphase ist genauso wichtig wie die sportliche Betätigung. In ihr erholt sich der Körper und sammelt wieder Kräfte. Eine sanfte Ölmassage entspannt die beanspruchten Glieder und Gelenke. Sie lockert die Muskulatur und hilft, die zu Muskelkater führende Milchsäure (Laktat) abzubauen.

Auf Sport sollte man verzichten …

  • wenn man sich erschöpft fühlt
  • bei Krankheit
  • wenn mann Hunger oder Durst hat
  • direkt vor oder nach dem Essen. Nach dem Essen mindestens 2-3 Stunden warten. Gegen einen Verdauungsspaziergang ist allerdings nichts einzuwenden

Ayurveda Journal 10 · Seite 18