Viele Bücher sind inzwischen über Ayurveda erschienen, alle von Personen geschrieben, die eine mehr oder weniger intensive Ayurveda-Ausbildung durchlaufen haben. Manch-mal lohnt es sich aber auch, die Original-Texte zu studieren.

Diese beiden Zitate aus dem Charak Samhita beziehen sich auf Verhaltens- und Essgewohnheiten für Herbst und Winter.

Kapitel 6, Vers 33 – 40 (Zusammenfassung)

Wenn die Tage kälter werden, verursacht durch den Regen und begleitet von Stürmen, sollte man hauptsächlich sauer, salzig und ölig essen und damit das sich angesammelte Vata ausgleichen. Um eine normale Verdauungskraft zu erhalten, empfiehlt es sich, hauptsächlich Gerste, Weizen und Reis zu essen. Auch Gemüsesuppe eignet sich jetzt. Warme Ölmassagen, Bäder und duftende Girlanden zu tragen ist jetzt passend. …

Kapitel 6, Vers 9 – 18 (Zusammenfassung)

Während der kalten Jahreszeit ist die Verdauungskraft stärker als während der übrigen Zeit, so dass wir etwas mehr, aber auch kräftiger essen können. Wenn wir jetzt dem Körper nicht genügend Nahrung zuführen, wird das Verdau-ungsfeuer die nährenden Flüssigkeiten angreifen und Vata sehr stark aus dem Gleichgewicht bringen.

Wer Milch, Zuckerrohrsaft, Ghee (geklärte Butter), Reis und heißes Wasser während des Winters zu sich nimmt, dessen Lebensspanne wird niemals abnehmen. Regelmäßige Ölmassagen sind jetzt besonders wichtig. Man sollte sich in beheizten Räumen aufhalten. Warme Kleidung anziehen und warme Decken während der Nacht sollten selbstver-ständlich sein. Körperliche Aktivität (z.B. auch Sex) werden zu dieser Jahreszeit sehr empfohlen. Leichte Nahrung und kalte Getränke müssen vermieden werden.Ayurveda Journal 4 · Seite 17