Ayurvedische Süßigkeiten als Alternative zum herkömmlichen Weihnachtsgebäck

Weihnachten steht vor der Tür und überall duftet es nach Spekulatius, Plätzchen und Lebkuchen. Aber gibt es auch eine leckere Alternative?

Laddu (auch Indischer Nougat genannt) ist eine schmackhafte Entsprechung. Sie gilt als Lieblingsspeise des Elefantenkopf-Gottes Ganesha. Laddu ist eine traditionelle indische Süßspeise, die in verschiedenen Formen und auch aus unterschiedlichen Zutaten hergestellt wird, wobei allen Rezepten gemein ist, dass Laddu immer aus Kichererbsenmehl besteht. Weitere Inhaltsstoffe können Ghee, Honig, Nüsse, Trockenfrüchte, Gewürze, Jaggery, Kokosöl, Sesamsaat, Kokosflocken und vieles mehr sein.

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Süßigkeiten sind nicht generell im Ayurveda verboten, sondern gehören auch in richtiger Dosierung auf den Speiseplan. Das Motto dafür ist „richtig süß und gleichzeitig gehaltvoll“. Es geht hier um köstliche kleine Verzehrmengen, die „glücklich machen“. Der traditionelle Name Laddu im Ayurveda ist Modak = eine Zubereitung, die den inneren Körper glücklich macht. Sie wurde traditionell als Pilgerspeise verwendet, welche die Pilger bei Ankunft an den Heiligen Stätten bekamen. Laddu wurde und wird gereicht, um dem erschöpften Körper schnell Energie zuzuführen und ebenso den Geist für die Erfahrung der Meditation und das Gebet zu stärken.

Im Ayurveda gilt Laddu als besonderes Nahrungsmittel, denn es fördert das zentrale Verdauungsfeuer „Jatharagni“ und nährt ebenso auch die sieben Dhatu-Ebenen und das hieraus resultierende Ojas. Laddu kann auf unterschiedlichste Art und Weise zubereitet werden, sodass sich auch Veganer an der süßen Köstlichkeit erfreuen können. Bei allen Rezepten ist zu beachten, dass das Kichererbsenmehl unterschiedliche Quelleigenschaften haben kann und somit die Fettmenge angeglichen werden muss, je nach vorliegender Konsistenz des Teiges.

Fruchtige Laddu-Bällchen

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Zutaten:

  • 200 g Kichererbsenmehl
  • 150 g Butter
  • 180 g Jaggery Cashewkerne
  • 60 g Kokosraspel
  • Feigen Mango-Mark
  • Chili, frisch
  • Ingwer, frisch
  • Kardamom, gemahlen
  • 10 Safranfäden, gemörsert

Zubereitung:

Butter in einen Topf geben, erhitzen und das Kichererbsenmehl solange darin rösten, bis ein nussiges Aroma entsteht. Die gehackten Cashewkerne kurze Zeit mitrösten. Gewürze zugeben, weiter rösten, Feigen in kleine Würfel schneiden und kurz mitrösten. Danach klein geschnittenen Ingwer, das Mango-Mark sowie Jaggery zugeben und solange verrühren, bis alles miteinander verbunden und vermischt ist. Mit Kardamom, Safran und gehackter Chili abschmecken. Die Masse auf Handtemperatur abkühlen lassen, kleine Bällchen formen und mit Kokosraspeln ummanteln bzw. darin wälzen.

Veganes Laddu

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Zutaten:

  • 200 g Kichererbsenmehl
  • 150 ml Kokosöl
  • 50 ml Sesamöl
  • 150 g Jaggery Zucker
  • 75 g Mandeln, gehackt
  • 75 g Datteln
  • 25 g Sesamsaat
  • 25 g Kokosflocken
  • 1 TL Gewürzmischung „Kaffee”
  • Schale einer unbehandelten Zitrone
  • Chilipulver

Zubereitung:

Die Öle in einen Topf geben, erhitzen und das Kichererbsenmehl darin solange rösten, bis ein nussiges Aroma entsteht. Die gehackten Mandeln und Sesamsaat kurze Zeit darin mitrösten.
Gewürze zugeben, weiter rösten, Datteln in kleine Würfel schneiden, untermischen und ebenfalls kurz mitrösten. Danach klein geschnittenen oder geraffelten Jaggery zugeben und solange verrühren, bis der Zucker geschmolzen und alles gut miteinander vermischt ist. Die Masse mit geriebener Zitronenschale und Chilipulver abschmecken. Anschließend wird der Teig auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech gestrichen, Kokosflocken aufstreuen, festdrücken und abkühlen lassen. Zum Schluss das Laddu in gewünschte Formen, z.B. Rauten oder Quader, schneiden.

Weihnachts-Laddu

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Zutaten:

  • 200 g Kichererbsenmehl
  • 200 g Ghee
  • 180 g Honig, cremig
  • 100 g Walnüsse
  • 100 g Rosinen
  • 80 g Pistazien, fein gehackt
  • Kardamom, gemahlen
  • Zimt
  • Pippali, gemahlen
  • Piment, gemahlen
  • Ingwerpulver
  • Nelke, gemahlen

Zubereitung:

Ghee in einen Topf geben, erhitzen und das Kichererbsenmehl solange darin rösten, bis ein nussiges Aroma entsteht. Die gehackten Walnüsse kurze Zeit mitrösten. Gewürze zugeben, weiter rösten, Rosinen anschließend kurz mitrösten. Abkühlen lassen, bis die Masse handwarm ist und erst dann den Honig unter den Teig kneten. Die Masse auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech streichen, gehackte Pistazien aufstreuen, festdrücken und komplett abkühlen lassen. Danach mit einem Plätzchenausstecher kleine Sterne oder Herzen ausstechen.