Udvartana im Frühling
Shakuntal – Kräuter-Mineralerde für die Trockenmassage
Im Frühjahr taut der Schnee. Die Natur und der Mensch wärmen sich an der immer stärker werdenden Kraft der Sonne. Kapha-Dosha (Bioenergie zuständig für Feuchtigkeit und Stabilität) und Medha-Dhatu (Fettgewebe), die im Laufe der Wintermonate im Körper fest geworden sind, werden lockerer. Während der kalten Jahreszeit haben sie uns geschützt, doch sobald es wärmer wird, brauchen wir sie weniger. Insofern sollten beide, wenn sie im Überfluß sind, auf natürliche Weise aus dem Körper geleitet werden.
Shakuntal, die ayurvedische Kräuter-Mineralerde, ist eine wirkungsvolle Mischung aus 24 verschiedenen Pflanzen sowie mineralhaltiger Erde. Im Pflanzenanteil enthalten sind Sandel- und Süßholz, die Baumrinde des Nim, Ingwerwurzeln, echte Narde, Mangoingwer, Ingwerlilie, Kalmus und Früchte der Triphala. Sie alle sind für Shakuntal auf Grund ihrer adstringierenden (zusammenziehenden) und reinigenden Eigenschaften ausgesucht worden. Sie mobilisieren das überschüssige Kapha-Dosha und unterstützen die Entschlackungsprozesse im Frühjahr. Diese können auf hervorragende Weise durch eine Ganzkörpertrockenmassage (Udvartan) mit leicht erwärmtem Shakuntal umgesetzt werden. Auf kleineren Flächen hingegen wirkt eine Maske oder Packung mit Shakuntal porentief reinigend und hautstraffend.
Der Erdanteil, bekannt als Multan-Matti, ist gleichsamnützlich. Er wirkt gleichermaßen adstringierend und Wasser absorbierend. Auch wird der Mineralerde eine antiseptische Wirkung zugeschrieben.Die alten ayurvedischen Texte enthalten noch weitere solcher Empfehlungen: So soll beispielsweise nach dem Sport eine Udvartan durchgeführt werden, bei der der verschwitzte Körper abgerubbelt wird. Der Pflanzenanteil von Shakuntal sorgt für freie Poren und die Erde nimmt das Wasser sowie Hautunreinheiten auf. Auch nach einer Ölmassage wird Shakuntal gerne statt Seife für die Körperreinigung eingesetzt. Die Haut fühlt sich hinterher geschmeidig an und erhält einen strahlenden, gesunden Teint. Und im Körper breitet sich ein Gefühl von Leichtigkeit und Frische aus.Insofern kann man den folgenden Satz aus dem Ashtanga Hridaya durchaus so hinnehmen: „ … Praharshe saubhagya mrujaa laaghavaadi gunaanvitam …“ (… ein Körper, der so gereinigt wurde, dass er sich leicht, sauber und frei anfühlt, und die Haut derart weich und geschmeidig wird, verleiht dem Menschen ein solches Gefühl des Glücks und Wohlbefindens, dass sich dann eine Zeit zu Zweit besonders gut geniessen lässt …)Zu beziehen über AASHWAMEDH.
Ayurveda Journal 5 · Seiten 21
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