Zitronenwickel gegen Orangenhaut
Auszug aus dem „Praxis Handbuch Ayurveda“ von Dr. Rhyner
Viele Frauen leiden unter Orangenhaut (Zellulite) und die Werbung bietet teure Produkte mit wohlklingenden Versprechungen an, die leider immer nur den kosmetischen oder pharmazeutischen Unternehmen Gewinn einbringen aber keine oder nur wenig Wirkung auf die Zellulite zeigen.
Hier möchten wir Ihnen eine einfache, kostengünstige und sehr wirkungsvolle ayurvedische Therapieform vorstellen. Sie kann angewandt werden, um Fett zu reduzieren und die Haut zu straffen, ganz besonders am Bauch, bei Vernarbungen, Orangenhaut und generell als Schönheits- und Regenerationsbehandlung für die Haut.
Heiße Zitronenwickel (Jambira Pin-da Sweda) sind eine einfache Therapie, die die Haut weich, geschmeidig und straff macht.
Herstellung und Ablauf
Dieser Wickel kann überall leicht und ohne Probleme mit Zitronen und geriebener Kokosnuss hergestellt werden. Ungefähr 1500 – 2000 g frische und in kleine Stücke geschnittene Zitronen (Fruchtfleisch und Schale, falls unbehandelt) werden mit 200 g geriebener Kokosnuss in einer Eisenpfanne und geeignetem medizinierten Öl (Kapha-Massageöl oder Sahacaradi Thaila) leicht geröstet, bis die Kokosnuss anfängt, leicht braun zu werden.
Die Masse wird in vier gleiche Teile geteilt und zu Boli (Baumwollsäckchen) abgebunden. Die vier Boli kommen in einen flachen Topf der auf einem Heizgerät steht und eine geringe Menge Öl enthält. Sobald die Boli genügend erwärmt sind, wird mit zweien in Richtung nach unten bzw. außen massiert.
Die Behandlung kann zwischen 30 und 45 Minuten dauern.
Kontraindikationen
Bei extrem erhöhtem Kapha, Hautkrankheiten, Fieber, Husten, Asthma, Menstruation sollte die Behandlung nicht durchgeführt werden.
Ayurveda Journal 3 · Seite 13
Hans H. Rhyner
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