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Heft Nr. 11, September 2006 : 

Ethische Kapitalanlagen

Der Ayurveda Bereich ist in den letzten Jahren zu einem Wirtschaftszweig geworden, der auch für Kapitalanleger interessant sein kann.
Das Ayurveda-Journal sprach mit Andreas Rick, Steuerberater und ­Geschäftsführer der Cosalus Steuerberatungs GmbH:

Ayurveda Journal:
Herr Rick, wie beurteilen Sie die wirtschaftliche Entwicklung des Ayurveda? Ist der gegenwärtige Boom von Ayurveda Dienstleistungen und Produkten eine vorübergehende Modeerscheinung oder haben wir es mit einer langfristigen Entwicklung zu tun?
Andreas Rick:

Ayurveda ist ein ganzheitliches Gesundheitssystem mit einer besonderen Bedeutung für eine Verbesserung der Lebensqualität im Alter. Bei der gegenwärtigen demoskopischen Entwicklung liegt hier ein großes Entwicklungspotential. Wir stehen vor einer historisch einmaligen Bevölkerungsentwicklung. Die geburtenstarken Nachkriegsjahrgänge - Baby-Boomer (1948 bis 1973), die schon in den vergangenen Jahrzehnten „Trendsetter“ der wirtschaftlichen, sozialen Entwicklung in den westlichen Industrienationen gewesen sind, haben das 55. Lebensjahr erreicht. Erstmalig tritt damit eine Generation ins höhere Alter, die ihre gesamte Lebenszeit in Frieden und Wohlstand erleben durfte und sich bemühen wird, diese angenehmen, positiven Lebensumstände auch im Alter zu genießen.
Es ist keine Hypothese oder Spekulation - in den nächsten 30 Jahren werden die Menschen zunehmend in ihre Gesundheit und Fitness investieren. Der Gesundheitsmarkt Ayurveda wird eindeutig zu den Gewinnern gehören.
Ayurveda Journal:
Wie kann ein privater Kapitalanleger von dieser Entwicklung profitieren?
Andreas Rick:
Im Ayurveda Bereich gibt es eine Reihe von kleineren Firmen, die sehr gut aufgestellt sind und erhebliche Entwicklungspotentiale haben. Allerdings benötigen diese Firmen für ihre Expansion Kapital. Unser Kreditvergabesystem, ob staatlich gefördert oder über die Hausbanken, benachteiligt eindeutig kleinere Unternehmen. Private ­Kapitalgeber, die als stille Beteiligungen mittel- und langfristig investieren möchten, haben hier gute Chancen, vergleichsweise gute Renditen zu erwirtschaften. Wir selbst sind langjährig im Ayurveda engagiert und können interessierte Anleger mit geeigneten Firmen zusammenbringen.
Ayurveda Journal:
Ist es nicht riskant, in kleinere Firmen zu ­investieren?
Andreas Rick:
Wir raten Anlegern, nur in Firmen oder Projekte zu investieren, die bereits langjährig im Markt sind und ihr bereits gut laufendes Geschäft weiter ausbauen möchten. Der Vorteil mit kleineren Firmen liegt ja darin, dass viel mehr Detailinformationen über das Unternehmen, die Projekte etc. verfügbar sind als bei großen Unternehmen oder anonymen Investment Fonds, sodass sich der Investor ein klares Bild machen kann, wo er sein Geld hineinsteckt. Und darin liegt auch mein persönliches Anliegen, warum ich mich für


Andreas Rick
Cosalus Steuerberatungs GmbH
Edith-Stein-Platz 4, 21035 Hamburg
Tel. 040-7359590
E-mail: ark@cosalus.de
www.cosalus.de



Ayurveda-Kapitalanlagen einsetze. Mit einer Kapitalanlage unterstützt und stärkt der Anleger auch eine wirtschaftliche Entwicklung oder einen Wirtschaftszweig. Vielen Investoren mag es gleichgültig sein, ob ihr Geld in die Pharmaindustrie, in Rüstungsbetriebe oder ähnliches fließt, solange die Rendite stimmt. Aber immer mehr werden hier „sensibel“ und möchten ihre Renditen aus Aktivitäten ziehen, die auch einen ethisch wertvollen Charakter haben.
Für mich ist die beste „ethische Geldanlage“ der Ayurveda mit seinen ganzheitlichen heilenden Wirkungen für die Menschen. Bitte bedenken Sie: Kinder, die heute geboren werden, haben eine Lebenserwartung von ca. 85 Jahren. Davon werden mehr als 50% im Alter Pflegefälle sein. Ist das wirklich Fortschritt? Wollen wir das wirklich? Hier wird enormes menschliches Leid entstehen. Der Ayurveda kann Abhilfe schaffen. Mit seinen Reinigungs- und Aufbautherapien sorgt er für Gesundheit und Vitalität bis ins hohe Alter auf natürliche ganzheitliche Weise.
Wer jetzt in kleinere, überwiegend ethisch ausgerichtete deutsche Ayurveda-Firmen investiert, verhindert damit, dass dieser Wirtschaftsbereich in die Hände der Industrie fällt und damit verflacht. Wir wissen, dass auch eine Reihe großer indischer Pharmakonzerne bereit steht, um den Europäischen Markt zu erobern. Die Konzerne werden kein Interesse haben, den traditionellen ganzheitlichen Ayurveda zu erhalten, sie werden nur Kasse machen wollen.
Ayurveda Journal:
Falls unter unseren Lesern interessierte Investoren sind, können Sie Hilfestellung ­geben?
Andreas Rick:
Natürlich, wir fördern jede sinnvolle Art der Investition. Ein Investor sollte allerdings bereit sein, sein Kapital längerfristig zu binden - ab 5 Jahre und mindestens 25.000 Euro investieren wollen. Wir schaffen gerne einen Kontakt zu geeigneten Firmen.
Ayurveda Journal:
Herr Rick, vielen Dank für ­dieses Ge­spräch.­


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